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Bitcoin benötigt mehr Energie als Pakistan


Schaden für Umwelt und Klima Bitcoin verbraucht mehr Strom als Pakistan

30.10.2023, 10:46 Uhr Artikel anhören

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67 Prozent des in den Jahren 2020 bis 2021 verbrauchten Schürf-Stroms kam laut Studie aus fossilen Energiequellen.

67 Prozent des in den Jahren 2020 bis 2021 verbrauchten Schürf-Stroms kam laut Studie aus fossilen Energiequellen.

(Foto: Egill Bjarnason/AP/dpa)

Der Hype um digitale Währungen dauert an - auf Kosten der Umwelt, sagt eine neue UN-Studie. Denn für die Gewinnung von Bitcoins wird immer mehr Energie verbraucht. Und die kommt laut einer Forschungsgruppe überwiegend aus fossilen Quellen.

Das weltweite Generieren der Kryptowährung Bitcoin verbraucht einer UN-Studie zufolge mehr Strom als viele bevölkerungsreiche Länder wie etwa Pakistan. Prognosen vom Juli rechneten für das Jahr 2023 mit mehr als 135 benötigten Terawattstunden (TWh) für Bitcoin-Mining, schreibt eine Gruppe um Kaveh Madani vom Institut für Wasser, Umwelt und Gesundheit der United Nations University in Hamilton (Kanada) im Fachmagazin "Earth's Future". Der Großteil des Stroms stamme aus fossilen Energieträgern. Damit belaste die Kryptowährung Umwelt und Klima extrem.

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Bitcoins werden auch als digitales Gold bezeichnet: Ähnlich wie beim Goldbergbau werden auch die virtuellen Münzen geschürft. Die Produktion basiert auf der sogenannten Blockchain-Technologie, bei der Transaktionen als kryptografisch verkettete Datenblöcke gespeichert werden. Die sogenannten Miner (Schürfer) verifizieren mit hohen Rechnerleistungen jede Transaktion und erzeugen einen Datenblock, der dieser Blockchain hinzugefügt wird. Das verbraucht enorme Mengen an Energie.

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Schon im Zwei-Jahres-Zeitraum zwischen 2020 und 2021 wurden für Bitcoin-Mining der Studie zufolge 173 TWh benötigt - 60 Prozent mehr als in der Periode von 2018 bis 2019. Die Forschenden stützen sich auf Daten des Cambridge Bitcoin Electricity Consumption Index.

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67 Prozent des in den Jahren 2020 bis 2021 verbrauchten Schürf-Stroms kam demnach aus fossilen Energiequellen. Wasserkraft als wichtigste erneuerbare Energiequelle des Bitcoin-Mining-Netzwerks habe etwa 16 Prozent des Strombedarfs abgedeckt.

Der Wasser-Fußabdruck der Produktion der Kryptowährung sei erheblich, betont das Team um Madani. Er betrage für den Zeitraum 2020 bis 2021 etwa 1,65 Kubikkilometer. Damit könne man mehr als 300 Millionen Menschen in ländlichen Gebieten in Afrika südlich der Sahara versorgen oder mehr als 660.000 olympische Schwimmbecken füllen. In der gleichen Zeit seien durch die Bitcoin-Gewinnung rund 86 Millionen Tonnen CO₂ emittiert worden.

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Die Umweltprobleme bringen den Bitcoin aber nicht in Gefahr. Davon ist zumindest Krypto-Experte Philipp Sandner, Leiter des Blockchain-Centers an der Frankfurt School of Finance, überzeugt. "Das schadet dem Bitcoin nicht wirklich. Weil er sich früher oder später weiterverbreiten wird, führt da kein Weg dran vorbei", sagte er ntv.de gegenüber.

Zum einen geht Sandner davon aus, dass sich in Zukunft große Mining-Anlagen zusammenschließen und bei der Suche nach Kapital auch offenlegen, welche Energiequellen sie verwenden. Investoren würden dann die Anlagen bevorzugen, die auf grüne Energie setzen. Zum anderen sei es schlicht eine Frage des Geldes. Schließlich wollten auch Miner Geld verdienen. "Mining ist besonders profitabel, wenn der Strom besonders günstig ist", sagte der Krypto-Experte: "Der Bitcoin hat eine Tendenz, in der Zukunft mehr grüne Energie zu verbrauchen." Dafür brauche es aber noch viel Zeit: "Das sind Trends, die sich erst ganz langsam durchsetzen werden."

Quelle: ntv.de, hny/dpa

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Author: Rose Miller

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